Mancher wird sich noch an das „Büro für besondere Maßnahmen“ erinnern. Oder hieß es „Büro für ungewöhnliche Maßnahmen“? Es war jedenfalls in der Zeit der APO eine jener erfrischenden Anmaßungen, mit denen die aufbrechende Jugend hergebrachte Formen neu bespielen wollte. Heute sind Büros nicht mehr das, was in jenen Jahren mit Recht kritisiert wurde. Und die Akteure der revolutionären Aufbrüche in Westberlin haben selbst das Rentenalter erreicht. Nachfolgende Generationen haben von den Autoritären wie von ihren Gegnern gelernt. Und – zum Glück – besetzen wir die alten Plätze nie so ganz. Heute findet man unter dem Titel „Büro für besondere Maßnahmen“ einen nicht übermäßig politischen Blog. Und auch das Büro für besondere Texte plant nicht die Revolution. Aber es ehrt die alten Bedeutungsspuren, versucht, sie in Text und Bild zur Geltung zu bringen und sie mit den eigenen vorwärtsstürmenden Gedanken immer neu zu vermitteln.

Die Porträtfotos hat Dr. Eric Pawlitzky im Frühjahr 2017 am Kulturforum aufgenommen.

Das Beitragsbild im Blogbeitrag vom 9. Juli 2017 über Seyran Ates hat Nico Mayrock im Jahr 2009 aufgenommen.

Das Foto von der Ausgabe des Achilles-Romans in einem Band hat Alen Lichtwandel 2014 erstellt.

Alle anderen Fotos habe ich selbst aufgenommen und setze sie unterschiedlich ein. Zu jedem Foto und seinem Zusammenhang mit dem Seitentext gibt es eigene Überlegungen. Zum Beispiel hier:

Spiegelung

Foto der Spiegelung einer Kirche in einem Schaufenster
Spiegelung einer Kirche

Auf diesem Photo spiegelt sich die Kirche am Winterfeldtplatz im Schaufenster des koreanischen Cafés. Dessen Betreiber möchten gern an das erinnern, was ihnen die zentrale Botschaft der Bibel zu sein scheint. Man kann noch mehr sehen. Und wer dabei Unbehagen empfindet, möchte vielleicht herausfinden, was genau ihm merkwürdig vorkommt. Sind es Fundamentalisten? Sind es einfach gute Menschen? Warum verbinden sie Essen mit Botschaft und Botschaft mit Essen? Warum genau gegenüber der Kirche? Bei Christen machen uns hierzulande vielschichtige Botschaften in der Regel kein Problem. Bei anderen schon. Auch das ist analysierbar.

 

Wenn Ihnen etwas nicht klar ist, aber Ihre Neugier reizt: fragen Sie gern nach!

Und noch etwas: eine besondere Freude wäre es mir, wenn ich Menschen fände, mit denen gemeinsam ich das EinSatzBuch zur weiteren Veröffentlichung vorbereiten könnte. Hier finden Sie eine Hörprobe aus dem Text, auf den mein erster Beitrag im Blog „Religion und Politik – so frei und heiter wie möglich über Religion und Politik sprechen“ verweist.

 

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